Arten von Wandfarben und ihre Anwendung
Wandfarben gibt es in verschiedenen Varianten, die sich in ihrer Zusammensetzung und ihren Eigenschaften unterscheiden. Die Wahl der richtigen Farbe ist wichtig, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Hier sind die gängigsten Farbarten und ihre Anwendung:
1. Dispersionsfarben
Dispersionsfarben sind die häufigste Wahl für Wände. Sie bestehen aus Wasser, Farbpigmenten und Bindemitteln und sind in der Regel umweltfreundlich und einfach aufzutragen. Sie eignen sich sowohl für Innenwände als auch für den Einsatz in Feuchträumen (mit entsprechender Zusatzbehandlung).
2. Latexfarben
Latexfarben zeichnen sich durch ihre Strapazierfähigkeit und Waschbeständigkeit aus. Sie sind besonders für stark beanspruchte Flächen geeignet, wie zum Beispiel in Küchen oder Fluren. Sie bieten eine glatte, glänzende Oberfläche und sind leicht zu reinigen.
3. Silikatfarben
Silikatfarben werden hauptsächlich für mineralische Untergründe wie Kalkputz oder Beton verwendet. Sie sind besonders langlebig und atmungsaktiv, was sie ideal für die Anwendung in älteren Gebäuden macht. Diese Farben sind jedoch weniger flexibel und nicht für alle Oberflächen geeignet.
4. Kreidefarben
Kreidefarben haben eine besonders matte Oberfläche und sind ideal für Vintage- oder Shabby-Chic-Looks. Sie bieten ein sehr schönes, weiches Finish, sind aber nicht so widerstandsfähig wie andere Farbsysteme. Sie eignen sich besonders für dekorative Zwecke.
5. Acryllacke und Alkydharzlacke
Für spezialisierte Anwendungen auf Holz, Metall oder Türen und Fensterrahmen sind Acryllacke und Alkydharzlacke eine gute Wahl. Sie bieten eine sehr glatte, strapazierfähige Oberfläche, die besonders für Möbel und Türen wichtig ist.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Streichen von Wänden
Nun kommen wir zur praktischen Durchführung. Mit den richtigen Vorbereitungen und Materialien können Sie Ihre Wände in wenigen Schritten professionell streichen. Hier ist eine detaillierte Anleitung, wie Sie dabei vorgehen sollten:
- Vorbereitung des Raumes: Entfernen Sie alle Möbel oder decken Sie sie mit Schutzfolie ab. Schützen Sie Fußböden, Fensterrahmen und Türen mit Abklebeband und Folie. Entfernen Sie alle Bilder oder Dekorationen von den Wänden.
- Wände reinigen: Reinigen Sie die Wände gründlich von Staub, Schmutz und fettigen Stellen. Für fettige Flecken können Sie eine Mischung aus Wasser und Spülmittel verwenden. Bei größeren Verschmutzungen oder Nikotinablagerungen empfiehlt sich eine spezielle Reinigungsflüssigkeit für Wände.
- Füllarbeiten: Untersuchen Sie die Wand auf Risse, Löcher oder Unebenheiten und füllen Sie diese mit Spachtelmasse. Lassen Sie diese vollständig trocknen und schleifen Sie die Fläche danach glatt.
- Grundierung auftragen: Wenn die Wandporen offen sind (z. B. bei neuen Wänden oder sehr saugfähigen Oberflächen), tragen Sie eine Grundierung auf. Eine Grundierung sorgt dafür, dass die Farbe gleichmäßiger haftet und sich besser verteilt.
- Erste Farbschicht auftragen: Beginnen Sie mit der Decke und arbeiten Sie sich dann zu den Wänden vor. Verwenden Sie einen Rollerteil für große Flächen und einen Pinsel für die Ränder und Ecken. Achten Sie darauf, die Farbe gleichmäßig aufzutragen und keine Tropfen zu hinterlassen.
- Farbauftrag wiederholen: Lassen Sie die erste Farbschicht trocknen (beachten Sie die Trocknungszeiten der Herstellerangabe) und tragen Sie dann eine zweite Schicht auf, um ein deckendes und gleichmäßiges Finish zu erhalten.
- Abschließende Details: Nach dem Trocknen entfernen Sie das Abklebeband, reinigen Sie alle Werkzeuge und lassen Sie die Farbe vollständig aushärten.
Tipps: Wählen Sie immer die richtige Farbe für den Raum und berücksichtigen Sie dabei den Lichtfall und die Nutzungshäufigkeit. Testen Sie Farbproben an der Wand, um sicherzustellen, dass die Farbe zu Ihrem Raum passt.
Vorsicht: Achten Sie auf die Sicherheits- und Gesundheitshinweise der Farbprodukte. Arbeiten Sie immer in gut belüfteten Räumen und tragen Sie Schutzkleidung, wie Handschuhe und eine Atemmaske, wenn Sie mit stärkeren Chemikalien arbeiten.